Arthrosetherapie

Gelenke ermöglichen uns, dass wir uns bewegen. Jeden Tag führen unsere Gelenke Tausende von Bewegungen durch; sie werden unentwegt belastet, gestaucht, müssen Stoss- und Vibrationsbelastungen ertragen und werden Scherkräften ausgesetzt.

Gelenke fungieren als Stossdämpfer. Der Gelenkknorpel dämpft plötzliche und harte Bewegungen. Sein spiegelglatter und elastischer Überzug schützt das Gelenk bei jeder Bewegung und erlaubt einen problemlosen Bewegungsablauf. Gelenke geben uns Halt. Jede Bewegung muss richtig geführt sein, damit der Körper keinen Schaden nimmt. Gegen falsche Bewegungen sind Gelenke daher abgesichert: Diesen Schutz geben Teile der Gelenkkapsel und die Gelenkbänder. Wenn ein Gelenk verschleisst, führt das zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit – in diesem Fall spricht man von einer Arthrose. Jede Arthrose fängt mit einem Schaden am Knorpel an. Oft ist dieser Schaden zu Beginn klein und oberflächlich und weitet sich erst sehr langsam aus. Erst wenn man im Röntgenbild unter dem Defekt Veränderungen des Knochens erkennt, handelt es sich um ein Frühstadium der Arthrose.

Die Ursachen für Knorpelschäden können vielfältig sein: Unfälle, Überlastungen und Übergewicht sind ebenso Risikofaktoren wie angeborene Fehlformen, Stoffwechselstörungen und vermutlich auch Ernährungsfehler. Die Folgen der Arthrose sind den Betroffenen nur zu gut bekannt: Schmerzen, Entzündung, Verdickung und Verformung, beginnende Einsteifung. In manchen Fällen von schwerer Arthrose kann eine Operation helfen.

Die meisten Fälle von Arthrose können jedoch konservativ behandelt werden. Neben einer ausführlichen Beratung zu gelenkschonendem Verhalten umfasst die orthopädische Arthrosetherapie physikalische und krankengymnastische Therapiemassnahmen, sowie oft orthopädietechnische Massnahmen und die Gabe von Medikamenten und Nahrungsergänzungsstoffe.

Eine neuere Behandlungsmethode, die insbesondere bei Früh- und mittleren Stadien der Erkrankung sehr wirksam ist, stellt die intraartikuläre (ins Gelenk gehende) Injektion von Hyaluronsäure dar. Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Daneben ist Hyaluronsäure aber auch in erheblichem Umfang im Gelenkknorpel selber zu finden. Die normale Hyaluronsäure im menschlichen Gelenk ist eine hochmolekulare Substanz, d.h. ein Stoff, der aus sehr vielen Molekülen (Einzelteilen) besteht. Verschleisst ein Gelenk, so sinkt der Anteil der Hyaluronsäure in Gelenkflüssigkeit, aber auch im Gelenkkörper; der durch die Gelenkflüssigkeit gebildete Schmierfilm reisst ab. Durch erhöhte Reibung der Gelenkpartner wird einerseits der weitere Verschleiss beschleunigt, zum Anderen verursacht der vermehrte Abrieb schmerzhafte Entzündungsreaktionen an der Gelenkinnenhaut. Bei der Hyaluronsäuretherapie werden synthetische oder tierische, aufbereitete Hyaluronsäuren unter sterilen Bedingungen in die betroffenen Gelenke injiziert. Dies führt bei korrekter Indikationsstellung in der Regel zu monate-, teils jahrelangen Beschwerdelinderungen, oft auch zu anhaltender Beschwerdefreiheit.

Darüber hinaus berate ich Sie selbstverständlich gerne, wie Sie sich vor Arthrose schützen bzw. deren Verlauf günstig beeinflussen können.